Aufsichtsratswahl und Schlichtungsrat Entlastung

Wir möchten Euch mit dieser Mail über die Ergebnisse der Sitzung des Schlichtungsrates zur Umsetzung der Entlastungs-Vereinbarung informieren. Außerdem möchten wir allen Wählerinnen und Wählern danken, die Alexandra Willer ihr Vertrauen für die nächsten vier Jahre im Aufsichtsrat gegeben haben! Im Anhang findet Ihr eine Stellungnahme von Alexandra, die wir vor der Wahl an alle UK-Beschäftigte verschicken wollten, was uns der Vorstand wegen der Nutzung von Betriebsmitteln und der Neutralitätspflicht nicht erlaubt hat. Da nun die Wahl vorbei ist, besteht die Gefahr der Wahlbeeinflussung nicht mehr – der Text ist aber – bis auf einzelne Sätze – immer noch aktuell.

Wir wünschen Euch einen schönen Jahreswechsel und ein gutes Jahr 2019!

Ergebnis Aufsichtsratswahl 2018

Ergebnis der Sitzung des Schlichtungsrates am 18.12.2018

Die Probleme zwischen dem Vorstand einerseits und dem Personalrat und ver.di andererseits bei der Auslegung der Vereinbarung zur Entlastung der Beschäftigten am UK Essen waren in den letzten Wochen sehr groß. Wir hatten Ende November über die drei großen strittigen Punkte berichtet. In solchen Konflikten ist es vorgesehen, einen Schlichtungsrat einzuschalten. Am 18.12.2018 fand diese Sitzung statt. Anwesend waren der Ärztliche und der Kaufmännische Direktor sowie die Pflegedirektorin und auf ver.di-Seite Wolfgang Pieper vom ver.di-Bundesvorstand (der die Vereinbarung im Sommer mit verhandelt hat), Petra Bäumler-Schlackmann und Alexandra Willer (Personalrats-Mitglieder). In den drei Streitpunkten hat es folgende Absprachen gegeben:

  1. Der Vorstand wird erneut mit (seinen eigenen Worten) „großem Wohlwollen“ prüfen, ob die 40 zusätzlichen Stellen im nicht pflegerischen Bereich nicht doch auf Dauer eingerichtet werden können. Auch soll geprüft werden, ob die Kolleginnen und Kollegen, die die 40 Stellen bekommen sollen, nicht von vornherein unbefristet sein können.
  2. Die 140 zusätzlichen Stellen für den Pflegedienst sollen nun doch wirklich zusätzlich kommen. Für jede Station wird der Vorstand die tatsächliche derzeitige Ist-Besetzung für zwei Stichtage bekannt geben, sodass alle Kolleg_innen und der Personalrat überprüfen können, dass in den Bereichen auch wirklich zusätzliche Stellen eingerichtet werden und nicht nur eine zufällig gerade nicht besetzte Stelle wiederbesetzt wird. Ab dem 1. November 2019 werden im Wirtschaftsplan des UK 1.626,8 Vollkräftestellen für den Pflegedienst stehen und nicht mehr 1.486,8 wie zurzeit.
  3. Nach wie vor ist es so, dass die Pflegedirektion und der ärztliche Dienst einseitig entscheiden, ob in bestimmten Situationen von der Soll-Besetzung pro Schicht nach unten abgewichen werden kann. Dies ist seit Oktober ein immerwährendes Ärgernis. Nach wie vor will sich der Vorstand diese alleinige Entscheidung nicht abnehmen lassen, auch wenn wir als ver.di der Ansicht sind, dass dies nicht der Vereinbarung entspricht. Wir haben vorgeschlagen, dass für diese Fälle eine bei Bedarf sehr kurzfristig zusammentretende Clearingstelle mit Vertretern des Personalrates eingerichtet wird. Außerdem haben wir vorgeschlagen, dass ein Patient/Pflegekraft-Verhältnis festgeschrieben wird und dieses auch nicht unterschritten werden darf, wenn nur ein Teil der Station belegt ist. Beide Vorschläge werden wir schriftlich an den Vorstand schicken, der sich dann bis spätestens zum 21. Januar 2019 dazu verhalten will.

Insgesamt sind wir einen Schritt weitergekommen. Wir dürfen aber nicht vergessen, dass wir in den letzten Wochen durch das Verhalten des Vorstandes drei Schritte zurückgegangen sind. Wir halten Euch weiterhin auf dem Laufenden! Bei Fragen, Anregungen und Konflikten könnt Ihr Euch natürlich weiterhin auch an den Personalrat wenden.

Wir sammeln übrigens weiterhin Unterschriften, die wir übergeben werden, sobald wir wieder das Gefühl haben, dass uns der Vorstand zwingt rückwärts und nicht vorwärts zu gehen.