#BlackLivesMatter – Solidaritätskundgebung am Klinikum

Der Mord an dem Afroamerikaner George Floyd empört Menschen weltweit. Ermordet durch einen rassistischen US-Polizisten, indem er ihn in 9 Minuten in aller Öffentlichkeit erdrosselte. Rassistisch motivierte Polizeigewalt ist in den USA trauriger Alltag. Allein 2019 starben in den USA allein laut offiziellen Zahlen mehr als 1000 Menschen durch Polizeigewalt. Die Wahrscheinlichkeit, durch einen Polizisten getötet zu werden, ist deutlich höher, wenn du schwarz bist.

Der Mord an George Floyd hat das Fass zum Überlaufen gebracht. Unter dem Hashtack „I can´t breathe“ und “BlackLivesMatter“ demonstrieren in den USA hunderttausende Menschen gegen Polizeigewalt, Rassismus, wachsende Verelendung und die menschenverachtende Politik der Regierung, allen voran ihres Präsidenten Donald Trump. Offen droht dieser nun, mit Hilfe des US-Militärs gegen die Proteste vorzugehen. Das erfordert unsere Solidarität mit den Demonstrierenden in den USA!

Die Geschichte der Vereinigten Staaten ist eine Geschichte des Völkermordes und der Sklaverei – eine Geschichte, die von strukturellem Rassismus geprägt ist – bis heute. Der Kapitalismus in den USA ist gebaut aus der brutalen Ausbeutung ehemaliger Sklaven und den Folgen der Rassentrennung. Bis heute sind es Schwarze, die die härtesten Arbeiten machen müssen, die niedrigsten Löhne bekommen, die schlechteste Gesundheitsversorgung haben und in den ärmsten Vierteln und Wohnungen leben müssen. Auch vom Coronavirus und der explodierenden Arbeitslosigkeit sind Schwarze am härtesten betroffen. In gewisser Weise leiden aber auch Weiße unter dem Rassismus, da die Herrschaft der Reichen und Mächtigen sich auch auf die Spaltung zwischen armen Weißen und armen Schwarzen stützt. Es ist daher ein wichtiges und hoffnungsvolles Zeichen, dass sich derzeit auch viele Weiße in den USA an den Protesten beteiligen.

Gerade in einem Betrieb, in dem tausende Kolleginnen und Kollegen der verschiedensten Herkunft und Hautfarbe zusammenarbeiten, wollen wir deshalb ein Zeichen setzen:

ein Zeichen unserer Solidarität mit Demonstrierenden in den USA
und ein Zeichen gegen Rassismus und Polizeigewalt bei uns und weltweit.

Fotos von der Kundgebung findet ihr hier.