Warnstreik übermorgen!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

die Notdienstvereinbarung zwischen ver.di und dem Uniklinikum Essen wurde am 06.02.2017 beiderseits unterzeichnet.
Nun tritt der Fall ein, dass sowohl die DRK-Schwesternschaft als auch das UK Essen tolerieren, wenn DRK-Mitglieder am 09.02.2017 nicht an ihrem Arbeitsplatz erscheinen.

Unsere Kolleginnen und Kollegen aus der DRK-Schwesternschaft werden an diesem Tag ebenso behandelt wie ihre MitstreiterInnen aus dem UK Essen.

Hier die 10 wichtigsten Hinweise für diesen Tag:

1. Sie brauchen Ihre Abwesenheit nicht vorher anzukündigen.
2. Sie sind nicht verpflichtet, sich über eine Zeiterfassung am 09.02.2017 registrieren zu lassen.
3. Sie dürfen sich grundsätzlich Ihren Kolleginnen und Kollegen aus den anderen Bereichen anschließen.
4. Sie müssen nicht zuhause bleiben.
5. Sie dürfen uns gerne besuchen.
6. Sie dürfen uns gerne auch nach Düsseldorf begleiten, um sich mit einigen Tausend Ihrer Kolleginnen und Kollegen aus den anderen Unikliniken in NRW, den Angestellten und Beamten aus den Gerichten und vielen anderen Landesbeschäftigten für mehr Entgelt und die Bezahlung der schulischen Auszubildenden aktiv einzusetzen.
7. Sie sind aber ab dem 10.02. verpflichtet, Ihrer Vorgesetzten bei Nachfrage mitzuteilen, dass Sie am 09.02. von der Arbeit ferngeblieben sind.
8. Sie erhalten an diesem Tag kein Entgelt durch die DRK-Schwesternschaft, eine Entgeltersatzleistung erhalten ver.di Mitglieder.
9. Sollte die Notdienstvereinbarung vorsehen, dass Ihre pflegerische Arbeit an dem Tag unumgänglich sein sollte, müssen Sie leider arbeiten. Eine Einteilung zu Notdienstarbeiten ist entweder schon schriftlich in der Notdienstvereinbarung geregelt, oder es wird am Donnerstag ganz früh in einer Clearingstelle mit ver.di eine einvernehmliche Regelung getroffen.
10. Sie sind herzlich willkommen!

https://www.facebook.com/events/383912758655995/

Tarifabschluss zum Gesundheitsschutz an der Charité erkämpft!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

immer wieder berichteten wir an dieser Stelle über die Verhandlungen an der Charité Berlin über einen Tarifvertrag zum Gesundheitsschutz.
Nach vier Jahren kräftezehrender Auseinandersetzung und großem Engagement der Kolleginnen und Kollegen an der Charité und dem Landesfachbereich Berlin-Brandenburg steht nun dem ersten Tarifvertrag über Gesundheitsschutz und Mindestbesetzung im Krankenhaus nichts mehr im Wege.
Es ist nicht irgendein Tarifvertrag, sondern erstmals einer, der die Personal-Mindestbesetzung auf den Stationen festschreibt. Dafür werden neue Pflegekräfte eingestellt. Er gilt aber für Alle Beschäftigten.

Die Leiterin des Fachbereiches 3, Sylvia Bühler, äußert sich hierzu wie folgt:

„Glückwunsch an die Kolleginnen und Kollegen der Charité! Euer harter Kampf und langer Atem haben sich gelohnt. Eine Lehre aus unseren gemeinsamen Erfahrungen der letzten drei Jahre ist für mich aber auch: Wir können nicht alle Probleme über Tarifverträge lösen. Wir lassen Arbeitgeber und Politik nicht aus der Verantwortung. Die Voraussetzungen für eine gute und sichere Therapie, Pflege und Versorgung müssen sie schaffen. Wir kämpfen deshalb weiter für gesetzliche Personalmindeststandards. Die hohe Arbeitsbelastung in den Kliniken, die viele Beschäftigte selbst krank macht, packen wir bundesweit und bei allen Trägern mit dem Instrument an, das wir selbst gestalten können: Wir fordern einen Entlastungstarifvertrag für alle Beschäftigten. Die Erfahrungen der Charité helfen dabei.“

Weitere Hintergründe entnehmen Sie bitte dem anhängenden Flugblatt.