Streikaufruf für den 6.3.2013

Liebe Kolleginnen und Kollegen, sehr geehrte Damen und Herren,
möchten Sie im Sommer bei noch schönerem Wetter feststellen, dass von Ihren ehemals 30 Tagen Urlaubsanspruch nur noch 26 Tage übrig geblieben sind?

Das möchten Sie nicht? Dann ab nach Düsseldorf!

Alle raus zum Warnstreik!

Am 6.März treffen sich alle Beschäftigten der Länder zu einem Streiktag in Düsseldorf um für die Verhandlungen am 7./8. März den Druck zu erhöhen. Bedenkzeit hatten die Arbeitgeber jetzt genug!

UNSERE FORDERUNGEN SIND BEKANNT:

  • Erhöhung der Entgelte um 6,5% mit einer sozialen Komponente
  • 100 € mehr Vergütung für Auszubildende und Praktikanten/innen
  • verbindliche Übernahme nach der Ausbildung
  • keine Verschlechterung des Erholungsurlaubs
  • Einschränkung befristeter Verträge

Streiken leicht gemacht, so geht es:

  • Alle zum Warnstreik aufgerufenen (außer zum Notdienst eingeteilte) dürfen teilnehmen, auch wenn sie nicht Mitglied in ver.di sind. Sie bekommen dann lediglich kein Streikgeld.
  • An Ihrem Arbeitsbeginn direkt zum Warnstreik kommen, nicht erst an den Arbeitsplatz gehen.
  • Wenn Sie streiken, müssen Sie Ihren Vorgesetzten nicht über Ihr Fernbleiben von der Arbeit informieren, Sie können es aber tun. Sie müssen sich vorher in keine Arbeitgeberliste zur Streikteilnahme eintragen.
  • Unklarheiten beim Notdienst klärt die Streikleitung mit Ihren Vorgesetzten.

Wir rufen alle Tarifbeschäftigten, Auszubildenden und PraktikantInnen beim Uniklinikum Essen, sowie die Angestellten der DRK-Schwesternschaft, deren Arbeitsverträge auf die Tarifverträge der Unikliniken verweisen am Mittwoch, den 6. März 2013 ab 5:30 Uhr (alle Schichten/Dienste bis zum Ende des Nachtdienstes am 7.3.2013) zur Teilnahme am Warnstreik auf!

Treffpunkt: Verwaltungsgebäude

Zum Ablauf:
Die Streikgelderfassung findet vor der Abfahrt nach Düsseldorf statt. Wir fahren um 9.15 Uhr mit Bussen nach Düsseldorf, treffen uns mit den KollegInnen aus den anderen Unikliniken und schließen uns dann einem großen Demozug an. Abmarsch vom DGB-Haus zum Landtag NRW um 12.30 Uhr. Dort wird u.a. Frank Bsirske zu uns sprechen. Gegen 15.00 Uhr fahren wir nach Essen zurück.

Ansprechpartner für ver.di im Uniklinikum sind: Uschi Gerster (Vertrauensleutesprecherin), telefonisch im Uniklinikum unter -4392; per Handy unter 0179 10 50 834 oder per Mail gerster.sliwka@t-online.de, und Gereon Falck (Gewerkschaftssekretär) im ver.di Bezirk Essen, Teichstr.4a , 45127 Essen. Telefonisch erreichbar unter: 0201 24752-27 oder 0201 24752-0 oder per E-Mail unter gereon.falck@verdi.de

Weitere Informationen finden Sie unter:
www.verdi-uk-essen.de
www.facebook.com/verdiukessen
www.essen.verdi.de
www.verdi.de

Mittwoch! Erneut alle hin da!

warnstreik-2

Die Tarifverhandlungen gehen am 7. und 8. März in die nächste Runde. Bisher haben die Arbeitgeber in den ersten beiden Verhandlungsrunden kein Angebot vorgelegt und sind auf die Forderungen von ver.di nur in soweit eingegangen, dass sie gesagt haben, das sei nicht bezahlbar.

Ein wesentliches Verhandlungsergebnis dieser Tarifrunde wird neben der Gehaltssteigerung sein, wie viele Tage Urlaub wir demnächst pro Jahr haben werden. Da die Arbeitgeber die bisherige Urlaubsregelung gekündigt haben, haben bereits alle neu eingestellten Beschäftigten, sowie alle, deren Vertrag verlängert wird, nur noch 26 Urlaubstage.

Die „Alt-Beschäftigten“ sind aktuell aufgrund der Nachwirkung des letzten Tarifabschlusses noch nicht davon betroffen, sobald aber ein Verhandlungsergebnis erreicht ist, gilt dieses auch für sie.
Das heißt, die bisher 30 Tage pro Jahr sind auch für die „Alt-Beschäftigten“ nicht sicher!!!

Wir haben am 20.2. einen ersten Warnstreik durchgeführt, an dem sich in unserer Klinik mehr als 200 Beschäftigte beteiligt haben. Das war schon ein guter Anfang, der aber auf jeden Fall noch gesteigert werden muss, wollen wir unseren Forderungen Nachdruck verleihen und sie durchsetzen.

Wir werden deshalb am 6. März erneut zum Warnstreik aufrufen. Geplant ist für diesen Tag eine zentrale Demonstration und Kundgebung in Düsseldorf mit allen von der Tarifrunde betroffenen Beschäftigten.
Die Streikenden aller sechs Unikliniken Nordrhein-Westfalens werden als gemeinsamer Block an der Demo teilnehmen. Sorgt mit eurer zahlreichen Teilnahme dafür, dass wir unseren Verhandlungsführern eindrucksvoll den Rücken stärken!

Wir möchten bei dieser Gelegenheit auch noch mit ein paar Legenden, die sich anscheinend hartnäckig halten, aufräumen:

  • Man muss nicht Mitglied in ver.di sein, um am Streik teilnehmen zu können. Allerdings erhalten nur ver.di Mitglieder Streikgeld.
  • Es ist eine Lüge der DRK-Schwesternschaft, dass DRK Mitgliedsschwestern nicht in ver.di eintreten dürfen! Streiken dürfen sie aber leider nicht.
  • Die DRK-Angestellten dürfen aber genauso wie die Uniklinik-Beschäftigten streiken.
  • Wer streiken möchte, kommt am Tag des Warnstreiks einfach zum vereinbarten Treffpunkt. Man muss sich nicht abmelden!
  • Es gibt eine Notdienstvereinbarung zwischen ver.di und der Uniklinik, in der geregelt ist, welche Bereiche und Kollegen vom Streik ausgenommen sind. Nähere Infos hat dazu die Streikleitung.

Weitere Informationen zum Warnstreik am 6. März erhaltet ihr rechtzeitig mit dem Aufruf zum Warnstreik. Sollte die nächste Verhandlungsrunde erneut zu keinem Ergebnis führen, wird es zum Streik kommen.

Eine Schlichtung ist nicht vorgesehen.

…und nicht vergessen:
www.mitgliedwerden.verdi.de

Aktive Mittagspause war ein voller Erfolg

Aus aktuellem Anlass rief die ver.di Jugend Essen zu einer aktiven Mittagspause auf. Diese fand am 10. Dezember 2009 statt. Ein Tag den Teile des Vorstandes wohl so schnell nicht vergessen werden.

Unter dem Motto „Lasst uns die Wahl oder wir gehen – ohne uns steht die Pflege still“ holten Vertreter der ver.di  über 70 Auszubildende verschiedener Kurse aus der Krankenpflegeschule ab, um gemeinsam gegen die Blockade des Vorstandes zu protestieren.

AZUBI Protest gegen Zwangsmitgliedschaften im Pflegedienst

Die Blockade des Vorstandes des Uniklinikums Essen verhindert nach wie vor, dass Auszubildende nach abgeschlossener Ausbildung  wählen können, ob sie mit einem Arbeitsvertrag beim Uniklinikum oder als Mitglied in der DRK- Schwesternschaft Essen e. V. arbeiten wollen. Diese „Blockadepolitik“ gefährdet inzwischen sogar die Besetzung vieler offener Stellen am Klinikum, da die Auszubildenden angekündigt haben zu gehen, wenn ihnen keine Wahl gelassen wird.

Im Anschluss an die öffentlichkeitswirksame Aktion vor dem Haupteingang, an der sich viele Passanten beteiligten, gingen die Auszubildenden mit einer großen Unterschriftentafel und angemessener Lautstärke zum Büro der Pflegedirektorin, um ihr die Tafel zu übergeben. Unerwartet wurde den Auszubildenden dann ein Hörsaal durch den Personalchef geöffnet um eine offene Diskussion zu starten.

Diese „offene“ Diskussion wurde allerdings durch versuchte Einschüchterungen und Drohungen durch Vorstandsmitglieder überschattet und führte sehr schnell zu einem Gesichtsverlust des Vorstandes. Nachdem, für den Vorstand offensichtlich sehr unerwartet, viele Auszubildende sich zu Wort meldeten, ging das Gespräch dann doch noch in die gewollte Richtung und der Vorstand war gezwungen auf teilweise unangenehme Fragen zu antworten. Selbst die auch anwesende Oberin der DRK- Schwesternschaft Essen e. V. wusste sich nicht mehr zu helfen und versuchte ständig das Thema zu wechseln. Als dann die Argumente der Auszubildenden zu tragend wurden, brachen die Arbeitgeber die Diskussion aus „Zeitgründen“ ab und verabschiedeten sich mit inhaltlosen Worthülsen.

Nach dem Gespräch ärgerten sich viele Auszubildende über die geringe Wertschätzung und den Umgangston den die Vorstandsmitglieder ihnen gegenüber an den Tag legten und kündigten an, weiter zu kämpfen. Die übergroße Unterschriftentafel die sich nun im Büro der Pflegedirektorin befindet, dürfte ein guter Anfang sein.

Aber auch Sie können dazu beitragen. Unterstützen Sie die Auszubildenden in ihrer Forderung und setzen Sie ein Signal. Damit die Zukunft für uns alle wieder mit mehr Rechten und Sicherheiten verbunden ist.

Wann wenn nicht jetzt – ver.di Mitglied werden und unsere AZUBIs unterstützen!