ver.di InfoMail Mai 2011

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen

Spätestens im Mai werden Sie feststellen, dass Sie eine Einmalzahlung von 360 Euro bekommen haben.

Das ist nicht vom Himmel gefallen, sondern hat die Gewerkschaft ver.di für Sie erkämpft. Hinzu kommt die Tariferhöhung von 1,5 % für alle in diesem Jahr und für die Azubis und Praktikant/innen 120 Euro Einmalzahlung.

Das haben wir jetzt von der Gewerkschaft!
Allen, die in ver.di organisiert sind und die für ein gutes Ergebnis gekämpft haben, gebührt der Dank für dieses Ergebnis.
Ohne Gewerkschaft wäre auch bei dieser Tarifrunde wohl nichts herausgekommen und alle wären leer ausgegangen. Betrachtet man es genau, hätte es ohne Gewerkschaft überhaupt keine Tarifrunde gegeben. Freiwillig zahlt halt kein Arbeitgeber mehr als er muss.
Wir freuen uns aber auch darüber, dass alle Kolleginnen und Kollegen von dem Ergebnis profitieren, weil alle ein besseres Gehalt verdient haben. Man kommt aber nicht um den Schluss herum, dass sich Gewerkschaft lohnt, und dass ohne Gewerkschaft nichts geht.
Tarifverhandlungen sind eine der Kernaufgaben und ein Spezialgebiet von Gewerkschaften. Und schon kommen wir zu der Erkenntnis, je stärker eine Gewerkschaft ist, desto mehr kann sie ausrichten. Die Stärke einer Gewerkschaft hängt natürlich unmittelbar von der Zahl ihrer Mitglieder ab. Also jetzt eintreten. Dann wird’s das nächste Mal noch besser.

Nicht nur, dass Gewerkschaften sich für höhere Einkommen einsetzen. Die machen noch viel mehr. Ver.di streitet sich mit den Arbeitgebern um bessere Arbeitsbedingungen. Sie alle erleben das jeden Tag: Die Arbeitsbelastungen wachsen bei allen Berufsgruppen. Für die Freizeit fehlt die Kraft. Manche werden krank. Partnerschaft, Familie, Freunde und Hobbys kommen zu kurz. Und den Bedürfnissen der Patienten wird man nicht mehr gerecht. Stress, Überstunden, Mehrarbeit, Einspringen an freien Tagen, knappe Schichtbesetzungen, immer größere Stationen kommen zur Belastung mit Wechselschichtdienst und Bereitschaftsdienst dazu. Alle Berufsgruppen leiden an einem Missverhältnis zwischen Aufgaben und dem dafür eingesetzten Personal.

Daher sagen die ver.dianerInnen: Der Druck muss raus! Bitte beachten Sie das Flugblatt im Anhang. Und: Wieso leisten Sie nicht auch Ihren „Streit-Beitrag“, in dem Sie Mitglied werden? Auch hier kann der Anhang helfen.

Mit freundlichen Grüßen Ihre Gewerkschaft ver.di

PSG – Der letzte Schups?

Beschäftigte der PSG haben heute kurz vor der Sitzung des Aufsichtsrates für ihre Übernahme in das Uniklinikum Essen demonstriert.

Verschiedene Aufsichtsratsmitglieder äußerten sich wohlwollend zur Forderung der Übernahme der Kollegen.

ver.di Kollegen hatten die Namen der betroffenen Kollegen ausgedruckt und sie in den Eingangsbereich des Protonentherapiezentrums gelegt. So sollte den Aufsichtsräten signalisiert werden das es um unsere Kollegen geht die jetzt noch in Unsicherheit gehalten werden ob sie ins UK Essen übernommen werden.

Ob der Aufsichtsrat heute eine Entscheidung zum endgültigen Ende der PSG geben wird ist unklar.

Wir fordern: Auflösung der PSG und die Übernahme der PSG-Kollegen in Arbeitsverträge beim Uniklinikum Essen. Keine weiteren Spaltungen mehr.

Es reicht!

Einladung zum ver.di Sommerfest

Liebe ver.di-Kolleginnen und Kollegen,

am 2. Juli wollen wir uns, nun schon traditionell, wieder einmal zu einem gemütlichen ver.di Sommerfest treffen.

Wann? Am 2. Juli (Freitag), nach Feierabend bzw. ab 15 Uhr

Wo? In der Gruga, wie üblich am Grillplatz 2

Selbstverständlich könnt ihr auch eure Partnerin/Partner und eure Kinder mitbringen.

Wer mithelfen kann beim Organisieren, Aufbauen, Einkaufen und Aufräumen oder einen Programmbeitrag machen möchte, meldet sich bitte bei Uschi (723-4392, Handy 0179-1050834, Email) oder im PR-Büro.

Die Eintrittskarte für die Gruga kann im PR-Büro für 2,50 € pro Person im Voraus gekauft werden (Kinder sind frei). Der Kauf dieser Eintrittskarte ist gleichzeitig euer Beitrag für eine verbindliche Anmeldung bis spätestens Montag, den 28. Juni.

Kein Fußbreit den Faschisten!

Kein Fußbreit den Faschisten!Veranstaltung am Donnerstag, den 19.06.2008, um 19.00 Uhr im Jugendzentrum Papestraße 1, Essen

Rainer Sauer ist engagierter Antifaschist und ver.di Sekretär im Fachbereich 8 – Medien, Kunst und Industrie – in Essen. Erfolgreich wurden in seiner Heimatstadt Bocholt große Protestdemonstrationen gegen die Aktivitäten der NPD und der
Wehrsportgruppen, die ihr Unwesen in der Umgebung treiben, durchgeführt.

Seit Monaten wird Rainer Sauer von Neofaschisten in Bocholt terrorisiert. Morddrohungen per Internetvideos, anonyme Drohbriefe sind der derzeitige traurige Höhepunkt. Er und seine Familie lassen sich nicht einschüchtern.
Von der Staatsanwaltschaft Münster wird er wegen antifaschistischer Aktivitäten mit Ermittlungsverfahren überzogen, während die bekannten Neofaschisten, durch zahlreiche Videoaufnahmen überführt, unangetastet bleiben.

Als Gewerkschafter gilt für uns in einer solchen Situation: Einer für alle, alle für Einen!

Wir wollen auf dieser Veranstaltung über die Hintergründe der neofaschistischen Gewalt sprechen, wie wir Rainer Sauer schützen und unterstützen und wie es weiter geht im antifaschistischen Kampf.

Eine starke Gewerkschaft macht auch den Einzelnen stark

Wenn in Arbeitswelt und Gesellschaft jeder gegen jeden kämpft, bleiben am Ende alle auf der Strecke. Für ver.di ist Solidarität keine Phrase, sondern der rote Faden unserer Praxis.

Es gilt: Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wollen Anerkennung, Mitspracherechte und soziale Sicherheit. All das fällt nicht in den Schoß. Macht, Einfluss und Einkommen sind in unserer Gesellschaft ungleich verteilt.

guteleute.jpg

Solidarität und Menschlichkeit sind machbar. Nur eine starke Gewerkschaft stellt sicher, dass wir den Mächtigen selbstbewusst auf gleicher Augenhöhe entgegentreten und – wenn nötig – die Stirn bieten können.

Mitarbeiterbefragung: Vorstand verlost Reise nach Disneyland

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
nicht viele Arbeitgeber wagen es, ihre Mitarbeiter direkt nach ihrer Zufriedenheit zu fragen. Die Angst vor dem Ergebnis hält davon ab.

Nicht so der Vorstand des Uniklinikums Essen. Schließlich kann sich der Vorstand sicher sein, von den Beschäftigten nur Bestnoten zu erhalten. Der Personalrat ist skeptisch. Wichtige Fragen bleiben:

• Wird das beauftragte Institut auch ordentlich bezahlt?
• Werden die KollegInnen nicht unnötig von der Arbeit abgehalten?
• Was ist, wenn sich jemand nicht traut, seinen Chef zu loben?
Ganz fest ist damit zu rechnen, dass alle Erkenntnisse zügig umgesetzt werden. Kosten spielen dabei keine Rolle, das hat der Vorstand fest zugesagt.

Endlich erkennt das moderne Management, dass Patienten viel Geld haben und man ihnen als Kunden viel mehr anbieten kann, als Gesundheit. Warum sollte ein Krankenhaus auch anders funktionieren als eine Produktionsstätte. Es geht in erster Linie ums Geld. Kranke spielen eine Nebenrolle. Die Beschäftigten haben diese Logik schon längst verinnerlicht.
Die Arbeit am Uniklinikum ist geprägt von wenig Arbeitsdruck, gutem Führungsstil, Wertschätzung, Vereinbarkeit von Familie und Beruf, ausreichendem Personalschlüssel, hoher Bezahlung, Tariftreue und Achtung der Mitbestimmung.
Schön, wenn durch die Mitarbeiterbefragung das gute Klima professionell bestätigt wird.
Das nutzt auch dem anstehenden Zertifizierungsverfahren. Das Ergebnis soll eine Art Siegel sein, das bestätigt, wie prima alles läuft.

Klar, dass die Teilnahme an der Mitarbeiterausfragung völlig freiwillig ist! Der Vorstand hat angekündigt im Rahmen der Befragung eine Verlosung durchzuführen. Die Gewinnerin/der Gewinner darf sich über eine Familienreise nach Disneyland freuen! Die Teilnahme an der Verlosung ist kein großer Aufwand. Denn die Angabe von Namen und Beschäftigungsort ist dabei völlig überflüssig. Der Gewinner kann leicht per Strichcode auf dem Fragebogen ermittelt werden.

Ein dickes Lob für diese tolle Idee!
Eure Gewerkschaft ver.di