100 Jahre Internationaler Frauentag

Liebe Frauen! Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen!
Das 100jährige Jubiläum des Internationalen Frauentags spornt uns an, sich weiter einzusetzen für die Gleichberechtigung zwischen Frauen und Männern.

100 Jahre nach dem ersten Internationalen Frauentag haben wir viel erreicht. Die aktuelle Situation in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zeigt uns aber auch, dass wir in unseren Bemühungen nicht nachlassen dürfen. Immer mehr Frauen sind gut ausgebildet und berufstätig – das ist richtig. Viel zu oft aber zu niedrigsten Löhnen, in unfreiwilliger Teilzeit, befristet und in Minijobs. Gleichzeitig steigt die Bedeutung der Einkommen der Frauen für ihre Familien ständig, denn Arbeitslosigkeit und prekäre Beschäftigung, wie z.B. die Leiharbeit/Zeitarbeit, betreffen immer mehr auch die Männer.

Wir wollen:

  • Gleichen Lohn für gleiche und gleichwertige Arbeit
  • Mindestlöhne in allen Branchen
  • Eine Geschlechterquote für Aufsichtsräte von 40 %
  • Mehr Frauen in Führungspositionen
  • Die Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf – auch bei der Pflege
  • Die Verlängerung des Mutterschutzes von 14 auf 18 Wochen!

Und das wollen wir nicht:

  • Ein Betreuungsgeld für Eltern, die ihr Kind nicht in den Kindergarten schicken
  • Kopfpauschalen und Versicherungsprämien bei Gesundheit und Pflege
  • Das Ehegattensplitting

Gewerkschaften wollen nicht nur leere Versprechungen, sondern reale Gleichstellung. Jetzt Zeichen setzen und aufs Ganze gehen! Frauen, nutzt die zahlreichen Jubiläumsaktionen bundesweit rund um den 8. März 2011, um unseren Forderungen der Politik, Wirtschaft und Gesellschaft eine vernehmbare Stimme zu verleihen.
Am Internationalen Frauentag und an den 364 anderen Tagen des Jahres wollen die Frauen gleiche Chancen, gleiche Rechte und tatsächliche Gleichstellung.

Ingrid Sehrbrock
Stellvertretende DGB-Vorsitzende

Mehr zum Internationalen Frauentag – DGB Frauen

ver.di InfoMail Dezember 2010

Die PSG ist Geschichte! Vom Ende der Spaltung der Belegschaft!

Stell Dir vor, dass Beschäftigte, die die gleiche Arbeit unter den gleichen Bedingungen und in der gleichen Qualität machen auch das gleiche Geld dafür bekommen und gleich viel Urlaub haben. Klingt erstmal normal.

Für die Beschäftigten der PSG war dies allerdings bis zum 24.11. diesen Jahres eine (scheinbar unerreichbare) Utopie.

Was hat die Klinikleitung nicht alles behauptet: „Die Uniklinik könnte ohne PSG nicht hinreichend wirtschaftlich arbeiten“, „das sei in der heutigen Zeit normal, dass man Leiharbeit zur Steigerung der Rendite nutzt“, „alle anderen machen das auch“ – der Kreativität bei den Phrasen waren keine Grenzen gesetzt.


Nun ist die PSG am Ende! Und jetzt? Müssen wir jetzt befürchten, dass die Uniklinik Konkurs anmeldet? Andere Unikliniken in NRW haben nie Leiharbeit genutzt, selbst Schlecker als privates Unternehmen hat das eher als das UK Essen eingesehen.

Doch wem verdanken wir das alles?

Da ist der neue ärztliche  Direktor, der sich gerne mit den Lorbeeren des Endes der hauseigenen Leiharbeitsfirma schmückt. Da ist die neue Landesregierung, die der Uniklinik auf den Pfad der Tugend verholfen haben will…. Sicherlich haben auch diese Akteure dazu beigetragen das einzusehen, wofür die Mitglieder der Gewerkschaft ver.di fünf Jahre konsequent gekämpft haben.

Für die ver.di Vertrauensleute der Uniklinik ist klar, wer der Motor hin zur Abschaffung der PSG war. Fünf Jahre Kampf haben sich gelohnt! Wir haben gewonnen! Wenn man im Gelände einen (noch) PSG-Beschäftigten trifft, erfährt man, dass er froh ist, demnächst bei der Uniklinik mehr zu verdienen als vorher. Aber das gilt nicht für alle? Das gilt leider nur für 80%, denen eine feste Übernahme zugesichert wurde. Die restlichen 20%, sprich ca. 60 Beschäftigte im Krankentransportdienst, der Sterilisation und dem Wach- und Pfortendienst hängen noch in der Luft. Hier soll noch bis Anfang nächsten Jahres geprüft werden, ob sie nicht doch in eine weitere, neue Servicegesellschaft abgeschoben werden sollen. Doch wieder 2. Klasse?
Für uns als Vertrauensleute bedeutet das wiederum: Der Kampf geht weiter! Wir werden zusammen mit den betroffenen PSG-Beschäftigten nicht eher ruhen, bis auch diese ins Uniklinikum übernommen worden sind.

Aufsichtsratswahl

Wir freuen uns darüber, dass die ver.di-Kandidatin Alexandra Willer mit 49 Prozent der abgegebenen Stimmen die Aufsichtsratswahl der nichtwissenschaftlichen Beschäftigten gewonnen hat und weiterhin die Interessen der Beschäftigten in den nächsten vier Jahren in diesem Gremium vertreten wird.

Mit herzlichen Grüßen
und den besten Wünschen für eine ruhige Weihnachtszeit und ein erfolgreiches Jahr 2011!

Ihre Gewerkschaft ver.di, Fachbereich 3 (Gesundheit, Soziale Dienste, Wohlfahrt und Kirchen)

Ansprechpartner für ver.di im Uniklinikum sind: Uschi Gerster (Vertrauensleutesprecherin), telefonisch im Uniklinikum unter -4392; per Handy unter 0179 10 50 834 oder per Mail gerster.sliwka@t-online.de , und Gereon Falck (Gewerkschaftssekretär) im ver.di Bezirk Essen, Hollestr.3, 45127 Essen. Telefonisch erreichbar unter: 0201 24752-27 oder 0201 24752-0 oder per E-Mail unter gereon.falck@verdi.de