Start in die Tarifrunde 2015

Im Januar 2015 beginnen die Tarifverhandlungen für die Beschäftigten im Bereich der Länder, also auch hier im Uniklinikum.

Im Vorfeld werden von ver.di Forderungen aufgestellt. Dazu möchten wir, die Vertrauensleute von ver.di am Uniklinikum, Euch befragen, was Euch wichtig ist. Das kann eine Lohnsteigerung oder mehr Urlaub, Altersteilzeit usw. sein.

Uns ist ebenfalls wichtig zu wissen, ob Ihr bereit seid, für Eure Forderungen auch zu streiken, denn die lassen sich nicht nur durch Gespräche oder einige wenige Aktive durchsetzen. Auch der Erfolg in der letzten Tarifrunde war nur dadurch möglich.

Wir möchten Euch in den Bereichen besuchen.

Von Montag, 10.11. bis Donnerstag 13.11. gehen wir durch die einzelnen Bereiche und versuchen Euch zu erreichen. Wenn wir Euch nicht antreffen, könnt Ihr uns Eure Meinung auch per E-Mail zusenden (siehe unten).

Natürlich ist jetzt auch eine gute Gelegenheit, um Mitglied bei ver.di zu werden – denn je mehr Mitglieder wir sind, desto durchsetzungsfähiger sind wir.

 

5,6 Prozent mehr Gehalt und sechs Wochen Urlaub für alle

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ver.di und die Tarifgemeinschaft deutscher Länder haben in der dritten Verhandlungsrunde ein Tarifergebnis erreicht.

Die Gehälter der rund 800.000 Beschäftigten der Länder (außer Hessen) erhalten danach rückwirkend ab 1. Januar diesen Jahres 2,65 Prozent mehr Gehalt und weitere 2,95 Prozent ab 1. Januar 2014. Die Auszubildenden bekommen ab Januar 2013 monatlich 50 Euro mehr und weitere 2,95 Prozent ab Januar 2014. Für sie wurde außerdem eine Übernahmegarantie durchgesetzt, wie sie auch bei Bund und Kommunen gilt. Für alle Länderbeschäftigten wurden 30 Tage Urlaub vereinbart.

„Damit halten sie Anschluss an die Gehaltsentwicklung der übrigen Bereiche im öffentlichen Dienst und in der Gesamtwirtschaft“, erklärte der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske nach Abschluss der Verhandlungen in Potsdam. Als echten Erfolg wertete er die Vereinbarung über sechs Wochen Urlaub für alle und die Übernahmegarantie, „mit der junge Leute im öffentlichen Dienst eine klare berufliche Perspektive erhalten“. Auszubildende bekommen künftig 27 Urlaubstage im Jahr.

Gewerkschaften und Arbeitgeber stimmten darin überein, dass es bei der Praxis befristeter Arbeitsverträge Handlungsbedarf gibt. Dieses Thema wollen die Tarifparteien weiter bearbeiten. Auch bei der finanziellen Situation von Feuerwehrleuten sehen die Verhandlungspartner die Notwendigkeit von Verbesserungen, die die Arbeitgeber allerdings zunächst beamtenrechtlich angehen wollen. ver.di fordert, dass das Tarifergebnis zeit- und inhaltsgleich auf die Beamtinnen und Beamten übertragen wird. Der Tarifvertrag läuft bis 31. Dezember 2014.

Wir fordern acht Prozent, mindestens 200 Euro mehr für uns!

Am 9. Dezember 2008 hat die Bundestarifkommission die Forderungen für die Tarifrunde 2009 beschlossen.

Sitzung der Bundestarifkommission von ver.diUm acht Prozent höhere Einkommen, mindestens aber 200 Euro mehr fordert ver.di für die 790.000 Tarifbeschäftigten der Länder. Die Auszubildenden sollen 120 Euro mehr pro Monat bekommen, ihre Übernahme soll garantiert werden. Zudem sei das Tarifergebnis zeit- und inhaltsgleich auf die Beamt/innen und Versorgungsempfänger/innen der Länder und Kommunen zu übertragen. Das Übergangsrecht soll verlängert werden, um beispielsweise Ansprüche auf Zeit- und Bewährungsaufstiege zu wahren, solange noch keine neue Entgeltordnung gilt. Angestrebt wird auch eine Vereinbarung über gleiche Bezahlung bei gleicher Arbeit („Equal Pay“). Die Laufzeit des Tarifvertrages soll zwölf Monate betragen. Diese Forderungen hat die ver.di-Bundestarifkommission für den öffentlichen Dienst am 9. Dezember 2008 in Berlin einstimmig beschlossen.