Arbeitsschutz geht uns alle an!

„Die Arbeit ist so zu gestalten, dass eine Gefährdung für Leben und Gesundheit möglichst vermieden und die verbleibende Gefährdung möglichst gering gehalten wird …“ So steht es im § 4 des Arbeitsschutzgesetzes.

Dieser einfache Satz bietet jede Menge Sprengstoff! Welche verbleibende Gefährdung ist hinnehmbar? Und die Definition von „möglichst gering“ ist durchaus dehnbar; vor allem vor dem Hintergrund, dass die Beseitigung von Gefahren oft mit Kosten verbunden ist. Wen wundert es da, dass der Personalrat in vielen Punkten die Bezirksregierung Düsseldorf einschalten muss.

Die ver.di-Mitglieder im Personalrat konnten nicht akzeptieren, dass es für die Kollegen am Müllumschlagplatz keine stichsicheren Handschuhe gibt, dass die Kollegen des Krankentransportdienstes mit den schweren neuen Betten ihre Gesundheit riskieren, dass der Transportdienst mit veralteten E-Karren durch das Gelände fährt oder bei der Arbeit mit gesundheitsgefährdenden Stoffen nicht die richtigen Schutzmaßnahmen getroffen werden. Auch die Einhaltung der Regelungen der Brandschutz- und Arbeitsstättenverordnung muss immer wieder angemahnt werden, was sich z. B. bei der Problematik mit fehlenden Umkleidemöglichkeiten zeigt.
Da sich viele Themen über Jahre hinwegziehen, ist beim Thema Arbeitsschutz Kontinuität besonders wichtig. Die ver.di-Mitglieder im Personalrat möchten sich auch weiterhin für Deine Gesundheit und Sicherheit einsetzen.
Deshalb bei der Personalratswahl am 23. und 24. Mai:

ver.di – Liste 1!

Ich sag JA zu meiner Gesundheit!

Die Arbeitssituation vieler Kolleginnen und Kollegen ist belastend. In der Pflege ist die Leistungskapazität bis zur Grenze ausgeschöpft. Weitere Leistungssteigerungen sind ohne Personalaufstockung mit Sicherheit nicht mehr gesundheitsgerecht durchführbar.

Ursache hierfür ist die kontinuierliche Arbeitsverdichtung durch verkürzte Liegezeiten und die Ausgliederung weniger pflegeintensiver Patienten in die Polikliniken. Konkret bedeutet dies, dass immer kränkere Patienten in immer kürzerer Zeit und mit immer aufwändiger werdenden Verfahren diagnostiziert und therapiert werden.
Zusätzlich hat man seitens des Vorstands neue Einsparungen vorgesehen. So wird auf den Einsatz von Aushilfskräften immer mehr verzichtet, ohne die notwendigen Stellen nachzubesetzen. Und dies vor dem Hintergrund Tausender von Überstunden im Klinikum. Das ist kurzsichtig und kann auf Dauer ohne krankheitsbedingte Ausfälle nicht gut gehen.

In diesen Strudel zunehmenden Arbeitsdrucks werden nahezu alle Berufsgruppen hineingezogen.

ReinigerInnen, die Transportdienste, ArzthelferInnen, Team- und ServiceassistentInnen, MTLAs, MTRAs, Pfortendienste, Funktionsdienste und Geländegänger. Dabei ist die Liste sicher nicht vollständig.

Der ver.di-Personalrat hat deshalb Initiativen ergriffen, Anträge gestellt und die Aufsichtsbehörde eingeschaltet.
So fordern wir unter anderem ausreichend Spinde, Umkleide- und Pausenräume, die ihren Namen verdienen, ein Verbot von Alleindiensten, die Abschaffung der gängigen Praxis, in anderen Bereichen aushelfen zu müssen und vor allem Neueinstellungen!

Wir denken aber noch weiter. So wollen wir die Wiedereinführung von Altersteilzeitmodellen, die ein früheres Ausscheiden aus dem Beruf möglich machen. Weil ver.di weiß, dass der beste Gesundheitsschutz immer noch die Vermeidung belastender und krank machender Arbeit ist.

Ein gestärkter ver.di-Personalrat hilft auch hier. Weil er seinen Einfluss über die Grenzen des Personalrats hinaus in die Gremien der Gewerkschaft entfalten kann.

Um unsere Ideen und Forderungen in diesem Sinne durchsetzen zu können, bitten wir daher um Unterstützung: Mach am 23. und 24. Mai von Deinem Wahlrecht Gebrauch und gib den ver.di-Kolleginnen und -Kollegen Deine Stimme!

ver.di – Liste 1!

ver.di Infomail | Personalratswahl 2012 | Wahl Info 1

Am 23. und 24. Mai 2012 findet die Personalratswahl statt. Für die nächsten vier Jahre könnt Ihr die 21 Vertreterinnen und Vertreter wählen, die Eure Anliegen gegenüber dem Uniklinikum vertreten.

Wir ver.di-Kandidatinnen und -Kandidaten sind der Meinung, dass diese Interessenvertretung in den letzten Jahren immer wichtiger geworden ist.

Wie sieht der Arbeitsalltag inzwischen aus? Die Arbeitshetze und der Arbeitsdruck reichen bis an die maximale Belastungsgrenze. Und oftmals geben einzelne Kolleginnen und Kollegen diesen Druck nicht an diejenigen zurück, die ihn uns aufbürden, sondern vor lauter Not an wiederum andere Kolleginnen und Kollegen im Arbeitsumfeld, die gar nichts für die Situation können. Mobbing-ähnliche Situationen entstehen. Kolleginnen mit Kindern, die in Teilzeit arbeiten, werden unter Druck gesetzt, doch einzuspringen oder Überstunden zu leisten. Lehnen sie das ab, weil sie dann die Kinderversorgung nicht organisiert bekommen, schlagen ihnen oftmals Unverständnis und Vorwürfe entgegen.

Eine andere Seite der Medaille sind nach wie vor die befristeten Arbeitsverträge. Die Erpressbarkeit einerseits und andererseits der Druck, sich besonders gut in dieser speziellen Form der verlängerten Probezeit zu präsentieren, ist für viele eine tagtägliche Belastung. Niemals hinsichtlich der Planung der eigenen Zukunft zur Ruhe zu kommen, teilweise über zehn Jahre immer wieder Verträge von drei Monaten bis zu zwei Jahren zu bekommen (oder eben auch nicht), kann Menschen mürbe machen.

Das Wort Wertschätzung ist inzwischen in aller Munde. Vorgesetzte gebrauchen es, bei denen offensichtlich ist, dass sie das in einem Handbuch gelesen haben, in der Realität aber darüber lachen. Ist es zu viel verlangt, für die Überstunden, die Arbeitsbelastung und die Arbeitshetze, denen wir ausgesetzt sind, „Wertschätzung“ zu erfahren? Mehr Wertschätzung als das Geld am Ende des Monats auf dem Konto? Unser Eindruck ist, dass ein Großteil der Beschäftigten das schon gar nicht mehr erwartet, weil wir viele, viele Jahre lang eben so genau nicht behandelt worden sind. Aber wenn wir Wertschätzung von einer Klinikleitung, die das Uniklinikum führt wie einen Wirtschaftsbetrieb, schon lange nicht mehr erwarten, dann erwarten wir wenigstens, dass unsere ArbeitnehmerInnenrechte gewahrt bleiben. Keine Überschreitung der Höchstarbeitszeiten; keine Überstunden, die ich nicht leisten will oder kann; die richtige Eingruppierung für das, was ich tue; Urlaub am Stück, wenn ich es will; jemanden an meiner Seite, wenn ich zu Gesprächen mit meinem Vorgesetzten muss, …

Das ist das Mindeste. Aber um selbst das Mindeste durchzusetzen, brauchst Du eine starke Interessenvertretung an Deiner Seite. Das sind die ver.di-Vertreterinnen und- Vertreter im Personalrat.
Sie waren in den letzten Jahren immer zur Stelle, wenn es darum ging, unsere Rechte im Uniklinikum zu sichern.

Deshalb auch für die nächste Amtszeit: ver.di – Liste 1!

Wir wollen Arbeitszeiten, die uns noch Platz zum Leben lassen

Dies fordern die PersonalratskandidatInnen der ver.di-Liste und haben deshalb unlängst begrüßt, dass der Personalrat das Arbeitszeitmodell im Pflegedienst zum Schutze der Beschäftigten abgebrochen hat. Kritisiert wurde vor allem, dass man seitens der Dienststelle auf „Teufel komm raus“ an Zeiten festhalten will, die keinen Zuspruch bei den Betroffenen finden.

Was soll das, an Zeiten festhalten zu wollen, die nicht mitgetragen werden? Die zu mehr Erkrankungen und damit zu höheren Ausfallzeiten führen? Die dem Uniklinikum damit auch wirtschaftlich schaden?

Sven Musolff

Sven Musolff:
Arbeitszeiten, die krank machen, nützen Keinem.

Immer mehr Betriebe gehen zu flexiblen Arbeitszeiten über. Die Wünsche der Beschäftigten auf Zeiten, die mit ihrem Leben vereinbar sind, und betriebswirtschaftliche Interessen des Arbeitgebers stehen sich hierbei oft konkurrierend gegenüber. Unzweifelhaft dabei ist, dass sich zu Beginn und Ende von Arbeitszeiten der Personalrat in der Mitbestimmung befindet. Es ist also enorm wichtig, dass es einen Personalrat gibt.

Cornelia Swillus-Knöchel

Cornelia Swillus-Knöchel:
Ich möchte Arbeitszeiten behalten, die mir Platz für Familie und Freizeit lassen. So bleibe ich motiviert und habe Spaß an meiner Arbeit.

Arbeitszeiten sollten so gestaltet sein, dass keine Überstunden anfallen. Das wäre Gesundheitsschutz pur und würde, gerade in Verbindung mit Arbeitszeitreduzierung helfen, neue Beschäftigungsverhältnisse entstehen zu lassen. Wir sollten uns also zweimal überlegen ob es Sinn macht, Überstunden zu horten oder ob es nicht besser wäre, diese in Freizeit oder Geld ausgleichen zu lassen?

Jörg Krauß

Jörg Krauß:
Sollte ich beim Überqueren der Straße von einem LKW überrollt werden, möchte ich keine Überstunden haben.

Oder wie wäre es mit einem Arbeitszeitkonto? Hier könnten Sie diverse Zuschläge in Zeitwerte umwandeln lassen, und ganz konkret über Ihre angesammelten Stunden verfügen. Vieles ist möglich beim Thema Arbeitszeit, die PersonalratskandidatInnen der ver.di-Liste haben die Ideen dazu und die Kraft, diese umzusetzen.

Am 4. und 5. Juni Personalratswahl – ver.di wählen!