ver.di Am Puls – Zeitung der Vertrauensleute Februar 2014

Die neue Ausgabe unserer Am Puls ist fertig. Morgen wird sie wie gewohnt per Mail an alle Kolleginnen und Kollegen verschickt. Hier könnt Ihr sie schon  mal vorab lesen:Am Puls Februar 2014 Teaser

ver.di Am Puls Ausgabe Februar 2014

Aktive Mittagspause war ein voller Erfolg

Aus aktuellem Anlass rief die ver.di Jugend Essen zu einer aktiven Mittagspause auf. Diese fand am 10. Dezember 2009 statt. Ein Tag den Teile des Vorstandes wohl so schnell nicht vergessen werden.

Unter dem Motto „Lasst uns die Wahl oder wir gehen – ohne uns steht die Pflege still“ holten Vertreter der ver.di  über 70 Auszubildende verschiedener Kurse aus der Krankenpflegeschule ab, um gemeinsam gegen die Blockade des Vorstandes zu protestieren.

AZUBI Protest gegen Zwangsmitgliedschaften im Pflegedienst

Die Blockade des Vorstandes des Uniklinikums Essen verhindert nach wie vor, dass Auszubildende nach abgeschlossener Ausbildung  wählen können, ob sie mit einem Arbeitsvertrag beim Uniklinikum oder als Mitglied in der DRK- Schwesternschaft Essen e. V. arbeiten wollen. Diese „Blockadepolitik“ gefährdet inzwischen sogar die Besetzung vieler offener Stellen am Klinikum, da die Auszubildenden angekündigt haben zu gehen, wenn ihnen keine Wahl gelassen wird.

Im Anschluss an die öffentlichkeitswirksame Aktion vor dem Haupteingang, an der sich viele Passanten beteiligten, gingen die Auszubildenden mit einer großen Unterschriftentafel und angemessener Lautstärke zum Büro der Pflegedirektorin, um ihr die Tafel zu übergeben. Unerwartet wurde den Auszubildenden dann ein Hörsaal durch den Personalchef geöffnet um eine offene Diskussion zu starten.

Diese „offene“ Diskussion wurde allerdings durch versuchte Einschüchterungen und Drohungen durch Vorstandsmitglieder überschattet und führte sehr schnell zu einem Gesichtsverlust des Vorstandes. Nachdem, für den Vorstand offensichtlich sehr unerwartet, viele Auszubildende sich zu Wort meldeten, ging das Gespräch dann doch noch in die gewollte Richtung und der Vorstand war gezwungen auf teilweise unangenehme Fragen zu antworten. Selbst die auch anwesende Oberin der DRK- Schwesternschaft Essen e. V. wusste sich nicht mehr zu helfen und versuchte ständig das Thema zu wechseln. Als dann die Argumente der Auszubildenden zu tragend wurden, brachen die Arbeitgeber die Diskussion aus „Zeitgründen“ ab und verabschiedeten sich mit inhaltlosen Worthülsen.

Nach dem Gespräch ärgerten sich viele Auszubildende über die geringe Wertschätzung und den Umgangston den die Vorstandsmitglieder ihnen gegenüber an den Tag legten und kündigten an, weiter zu kämpfen. Die übergroße Unterschriftentafel die sich nun im Büro der Pflegedirektorin befindet, dürfte ein guter Anfang sein.

Aber auch Sie können dazu beitragen. Unterstützen Sie die Auszubildenden in ihrer Forderung und setzen Sie ein Signal. Damit die Zukunft für uns alle wieder mit mehr Rechten und Sicherheiten verbunden ist.

Wann wenn nicht jetzt – ver.di Mitglied werden und unsere AZUBIs unterstützen!