ver.di-Liste gewinnt die Personalratswahl am Uniklinikum Essen

Bei der Personalratswahl der nichtwissenschaftlichen Beschäftigten am Universitätsklinikum Essen gewinnt unsere Liste die Wahl.

Mit 1101 Stimmen und daraus resultierenden 16 Sitzen (von 21) hat die ver.di Liste am Uniklinkum Essen die Personalratswahl 2012 abgeschlossen!

Danke an alle UnterstützerInnen!

Gleiche Arbeit – gleiches Geld!

Wofür steht der jetzige Personalrat mit seiner ver.di-Mehrheit? Und wofür stehen die ver.di-KandidatInnen für den neuen Personalrat?

Alexandra Willer

Alexandra Willer:
Ohne den jetzigen Personalrat wären noch weit mehr Verschlechterungen im Uniklinikum durchgesetzt worden. Nur die konsequente Haltung der ver.di-Mitglieder hat verhindert, dass die „Geiz ist Keil“-Mentalität ungehindert durchschlagen konnte.

Dafür, dass alle Kolleginnen und Kollegen, die im Uniklinikum arbeiten, für die gleiche Arbeit das gleiche Geld bekommen • dass alle Kolleginnen und Kollegen, die im Uniklinikum arbeiten, mit 40 Jahren 30 Tage Urlaub bekommen • dass alle Kolleginnen und Kollegen, die im Uniklinikum arbeiten, eine Jahressonderzahlung bekommen • dass alle Kolleginnen und Kollegen, die im Uniklinikum arbeiten, gleich behandelt werden, und es keine Unterscheidung in Beschäftigte 1. und 2. Klasse gibt.

Marco Danowski

Marco Danowski:
Nur weil die PSG eine Tochter des Uniklinikums ist, macht es die Sache nicht besser. Letztendlich ist dies eine Privatisierung von öffentlichen Arbeitsplätzen. Die Kolleginnen und Kollegen in Düsseldorf haben es richtig gemacht und sich erfolgreich gegen Privatisierungspläne gewehrt.

Eine Beschäftigung bei Medita, in der UK Essen Gebäudeservice GmbH oder bei Klüh in der Küche steht hierfür nicht. Und schon gar nicht in der PSG. Was wird aus den tariflichen Bedingungen der Uniklinikum-Beschäftigten, wenn in allen Bereichen PSG-Beschäftigte für weniger Geld arbeiten?

Viele dieser PSG-Beschäftigte arbeiten im Hilfsdienst im UK Essen für etwas mehr als Hartz IV. Ein öffentlicher Arbeitgeber, wie das UK Essen, trägt eine soziale und gesellschaftliche Verantwortung. Man muss von seiner Arbeit leben können und nicht arm trotz Arbeit werden.
Der nächste Schritt, die besseren Bedingungen auf die schlechteren abzusenken, ist doch vorprogrammiert. Deshalb ist der Widerstand der ver.di-Mitglieder im Personalrat der Widerstand gegen Verschlechterungen auch für die Uniklinikum-Beschäftigten.

Dave Kittel

Dave Kittel:
Was mit der gemeinsamen GmbH mit der Ruhrlandklinik wird, ist ja noch völlig offen. Die ver.di-Mitglieder im Personalrat werden sich dafür einsetzen, dass alle Beschäftigten, auf beiden Seiten, vor den Auswirkungen der Privatisierung geschützt werden.

Es gibt nahezu keine Bereiche mehr, die von der drohenden Verschlechterung ausgenommen sind. PSG-Beschäftigte arbeiten im Uniklinikum inzwischen im Schreibdienst, als Arzthelferin, als Informatiker, im Handwerkerbereich, im Kindergarten, im Krankentransport, im allgemeinen Transportdienst, in den Schulen, als MTLAs, als Pförtner, als Physiotherapeuten, als Sozialarbeiter, in der Sterilisation, als Tierpfleger und und und.

Keiner kann sich mehr sicher fühlen, dass der Kelch des Versuchs der Tarifabsenkung an ihm vorbei geht. 300 PSG-Einstellungen sind dem jetzigen Personalrat schon vorgelegt worden.
Das sind jetzt schon 10 Prozent der nichtwissenschaftlichen Beschäftigten.

Soziale Ungleichheit ist ungerecht – das war sie immer und wird es auch immer bleiben.

Am 4. und 5. Juni Personalratswahl – ver.di wählen!