ver.di erwartet von Landesregierung Stopp des Leiharbeits-Missbrauchs an Uniklinik

Die Beendigung des „ aggressiven Missbrauchs der Leiharbeit“ an der Uniklinik Essen erwartet die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) von der neuen Nordrhein-Westfälischen Landesregierung.

In einem Brief an Wissenschaftsministerin Svenja Schulze, Gesundheitsministerin Barbara Steffens und Arbeitsminister Guntram Schneider heißt es, die 270 Beschäftigten der Personalservicegesellschaft (PSG) an der Uniklinik Essen hofften, „dass die rot-grüne Landesregierung jetzt zügig handelt“, nachdem die schwarz-gelbe Vorgängerregierung den Missbrauch nicht gestoppt habe.

Die Uniklinik Essen hat die PSG als eigene Leiharbeitsfirma gegründet und stellt neue Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer fast ausschließlich über diese 100prozentige Tochterfirma ein. Für die Betroffenen bedeutet dies im Schnitt rund 300 Euro weniger Monatslohn gegenüber den anderen Beschäftigten an der Uniklinik, die unter den Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Länder fallen. Der Großteil der Krankenschwestern und Pfleger gehört ebenfalls nicht zur Uniklinik und wird über die DRK-Schwesternschaft gestellt.

Arbeitsminister Guntram Schneider wird auf Einladung des Personalrates am 17. November an der Personalversammlung des Uniklinikums teilnehmen. Spätestens zu diesem Zeitpunkt, so ver.di-Landesleiterin Gabriele Schmidt und die zuständige NRW-Fachbereichsleiterin Sylvia Bühler, sollte die klare Botschaft ausgesprochen werden, dass die firmeneigene Leiharbeit unverzüglich abgeschafft wird.