Danke!

ergebnis-aufsichtsratswahl-2014ver.di hat mit unserer Kandidatin Alexandra Willer mit 49 Prozent der abgegebenen Stimmen (= 648 Stimmen) die Aufsichtsratswahl gewonnen.
Wir danken allen Wählerinnen und Wählern für das in uns gesetzte Vertrauen!

ver.di am Uniklinikum steht für eine klare, parteiische Vertretung der Interessen von uns Beschäftigten. Von den elf Sitzen im Aufsichtsrat haben die Beschäftigten des Uniklinikums nur einen einzigen Sitz. Die restlichen Sitze gehen an Universitätsvertreter, Vertreter der Ministerien und der Wirtschaft. Das ist in der sogenannten freien Wirtschaft anders – da ist das Verhältnis Arbeitgeber/Arbeitnehmer wenigstens 1:1. Dementsprechend ist es im Aufsichtsrat im Uniklinikum nahezu unmöglich, gegen die Übermacht der Interessensvertreter der anderen Seite unsere Interessen durchzusetzen; und dies, obwohl wir außerhalb dieses Gremiums, nämlich in der täglichen Arbeit im Betrieb, die Mehrheit sind.

Eigentlich wären 10 Sitze für uns und einer für die andere Seite richtig und nicht umgekehrt!
Trotzdem werden ver.di und Alexandra Willer weiterhin die nächsten vier Jahre im Aufsichtsrat versuchen, immer wieder daran zu erinnern, dass wir Beschäftigten zählen und nicht nur die Zahlen.

Nochmals vielen Dank für Ihre Stimme!

An dieser Stelle möchten wir nochmals daran erinnern, dass Alexandra Willer kein zusätzliches Geld für die Arbeit im Aufsichtsrat bekommt, sondern dieses Amt im Rahmen ihres normalen Einkommens als Krankenschwester wahrnimmt.

Aufruf zur Aufsichtsratswahl 2014 des (nichtwissenschaftlichen) Personals

Alexandra WillerLiebe Kolleginnen und Kollegen,

als Vertreterin für das nichtwissenschaftliche Personal kandidiert unsere Kollegin Alexandra Willer wieder für die Aufsichtsratswahl.
Alexandra arbeitet seit 1993 als Krankenschwester im Uniklinikum und ist seit 2004 Vorsitzende des nichtwissenschaftlichen Personalrats.

Seit acht Jahren ist sie bereits Mitglied des Aufsichtsrats als gewählte Vertreterin der nichtwissenschaftlichen Beschäftigten.
Die Erfahrung zeigt, dass sie durch die Kombination dieser beiden Ämter

– die Beschäftigten betreffende Themen im Aufsichtsrat am besten aus Beschäftigtensicht vertreten kann

– die Informationen aus dem Aufsichtsrat in geeigneter Form auch in die Personalratsarbeit einfließen lassen kann.

Außerdem hat sie durch ver.di ein starkes und kompetentes Team an ihrer Seite.
Mit dieser Unterstützung ist gewährleistet, dass sie den erforderlichen Rückhalt der Gewerkschaft für die zu bewältigenden Aufgaben hat.

Schenken wir ihr deshalb erneut für die nächste Aufsichtsratsperiode unser Vertrauen!

Mit freundlichen Grüßen
Ihre Gewerkschaft ver.di

Streikaufruf für den 6.3.2013

Liebe Kolleginnen und Kollegen, sehr geehrte Damen und Herren,
möchten Sie im Sommer bei noch schönerem Wetter feststellen, dass von Ihren ehemals 30 Tagen Urlaubsanspruch nur noch 26 Tage übrig geblieben sind?

Das möchten Sie nicht? Dann ab nach Düsseldorf!

Alle raus zum Warnstreik!

Am 6.März treffen sich alle Beschäftigten der Länder zu einem Streiktag in Düsseldorf um für die Verhandlungen am 7./8. März den Druck zu erhöhen. Bedenkzeit hatten die Arbeitgeber jetzt genug!

UNSERE FORDERUNGEN SIND BEKANNT:

  • Erhöhung der Entgelte um 6,5% mit einer sozialen Komponente
  • 100 € mehr Vergütung für Auszubildende und Praktikanten/innen
  • verbindliche Übernahme nach der Ausbildung
  • keine Verschlechterung des Erholungsurlaubs
  • Einschränkung befristeter Verträge

Streiken leicht gemacht, so geht es:

  • Alle zum Warnstreik aufgerufenen (außer zum Notdienst eingeteilte) dürfen teilnehmen, auch wenn sie nicht Mitglied in ver.di sind. Sie bekommen dann lediglich kein Streikgeld.
  • An Ihrem Arbeitsbeginn direkt zum Warnstreik kommen, nicht erst an den Arbeitsplatz gehen.
  • Wenn Sie streiken, müssen Sie Ihren Vorgesetzten nicht über Ihr Fernbleiben von der Arbeit informieren, Sie können es aber tun. Sie müssen sich vorher in keine Arbeitgeberliste zur Streikteilnahme eintragen.
  • Unklarheiten beim Notdienst klärt die Streikleitung mit Ihren Vorgesetzten.

Wir rufen alle Tarifbeschäftigten, Auszubildenden und PraktikantInnen beim Uniklinikum Essen, sowie die Angestellten der DRK-Schwesternschaft, deren Arbeitsverträge auf die Tarifverträge der Unikliniken verweisen am Mittwoch, den 6. März 2013 ab 5:30 Uhr (alle Schichten/Dienste bis zum Ende des Nachtdienstes am 7.3.2013) zur Teilnahme am Warnstreik auf!

Treffpunkt: Verwaltungsgebäude

Zum Ablauf:
Die Streikgelderfassung findet vor der Abfahrt nach Düsseldorf statt. Wir fahren um 9.15 Uhr mit Bussen nach Düsseldorf, treffen uns mit den KollegInnen aus den anderen Unikliniken und schließen uns dann einem großen Demozug an. Abmarsch vom DGB-Haus zum Landtag NRW um 12.30 Uhr. Dort wird u.a. Frank Bsirske zu uns sprechen. Gegen 15.00 Uhr fahren wir nach Essen zurück.

Ansprechpartner für ver.di im Uniklinikum sind: Uschi Gerster (Vertrauensleutesprecherin), telefonisch im Uniklinikum unter -4392; per Handy unter 0179 10 50 834 oder per Mail gerster.sliwka@t-online.de, und Gereon Falck (Gewerkschaftssekretär) im ver.di Bezirk Essen, Teichstr.4a , 45127 Essen. Telefonisch erreichbar unter: 0201 24752-27 oder 0201 24752-0 oder per E-Mail unter gereon.falck@verdi.de

Weitere Informationen finden Sie unter:
www.verdi-uk-essen.de
www.facebook.com/verdiukessen
www.essen.verdi.de
www.verdi.de

Regelwidriges Armdrücken zwischen Fresenius und ver.di oder Tarifpoker ohne Beachtung gesetzlicher Regeln

Eigentlich ist das übliche Spiel der Tarifrunde ganz einfach: Wenn ein Tarifabschluss mit einer bestimmten Laufzeit endet, dann sind Gewerkschaften und Arbeitgeber gefordert, einen neuen auszuhandeln.

Dazu stellt die Gewerkschaft eine Forderung auf, die der Arbeitgeber meistens für unrealistisch hält; dann kommt es zu Verhandlungen zwischen beiden Seiten und man wird sich einig oder auch nicht. Ggf. kommt es zum Streik. Mit dem Streik als letztem Mittel versucht die Gewerkschaft, ihre Forderung durchzusetzen.

So weit, so gut.

Der Konzern Fresenius, der einer der größten privaten Krankenhausbetreiber in Deutschland ist, hat sich anscheinend neue Spielregeln ausgedacht:
Nachdem die Tarifrunde für die Beschäftigten der ehemaligen Damp-Kliniken eigentlich ganz normal (wie oben beschrieben) begonnen hat, hat Fresenius 1000 Kolleginnen und Kollegen der Zentralen Service-Gesellschaft (Damp-Tochterunternehmen) aufgrund des Streiks vorsorglich zum 31.07.2012 gekündigt. Die Kündigung wurde in zynischer Weise in Form einer Art Glückwunschkarte mit einem Blumenmuster auf der Vorderseite überbracht. Dem Betriebsrat wurden die Kündigungen nicht zur Beteiligung vorgelegt. Die Begründung der Kündigung: Die ZSG kann ihre vertraglichen Pflichten gegenüber den Damp-Kliniken (deren Tochtergesellschaft sie ist, vergleichbar mit unserer ehemaligen PSG) nicht mehr erfüllen, woraufhin die Damp-Kliniken den Vertrag mit der ZSG gekündigt haben.
Übertragen auf die Uniklinik hätte es, wenn es die PSG noch geben würde und dort eine Tarifrunde angestanden hätte, geheißen: Die Uniklinik kündigt den Vertrag mit der 100-prozentigen Tochtergesellschaft PSG, worauf die PSG-Beschäftigten gekündigt werden. Um die ursprüngliche Arbeit, die die PSG übernommen hat, weiter vergeben zu können, wird eine neue Tochtergesellschaft gegründet (nennen wir sie mal PSG neu), die dann wiederum einige der ursprünglich bei der PSG beschäftigten Kolleginnen und Kollegen einstellen könnte; natürlich zu schlechteren Bedingungen als vorher.
Dieses Vorgehen im Sinne „frühkapitalistischer Methoden“ ist bisher erstmalig und einmalig in Deutschland: Einen derartigen Generalangriff eines internationalen Gesundheits-Großkonzerns, der die Damp-Kliniken übernommen hat, auf eine Gewerkschaft hat es bisher nicht gegeben.

Man kann sich die Frage stellen: Warum tut Fresenius so etwas?

Dazu ist zu sagen, dass Fresenius als börsennotierter Konzern zunächst ein vorrangiges Interesse hat: Gewinne machen! Dieser Druck ist anscheinend aktuell im Konzern, der gerade versucht hat, die Rhön-Kliniken für 3,1 Mrd. Euro zu übernehmen, besonders hoch. Das größte Sparpotential in einem Klinikum ist, wie wir alle wissen, das Personal. Also hat sich Fresenius wohl gedacht: Was liegt näher, als beim Personal und den Lohnkosten zu sparen. Insgesamt arbeiten bei Fresenius im Krankenhausbereich aktuell ca. 38.000 Beschäftigte. Diese 38.000 Beschäftigten wurden alle per E-Mail von den Kündigungen aufgrund des Streiks bei den Damp-Kliniken informiert.
Gehen wir mal zurück zum normalen Ablauf einer Tarifverhandlung: Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Gewerkschaft eine Forderung mit einem Streik durchsetzen kann, wenn die Beschäftigten davon ausgehen müssen, dass das Vorgehen von Fresenius – kollektive Kündigungen in einer Tochtergesellschaft bei streikenden Beschäftigten auszusprechen – kein Einzelfall, sondern vielmehr ein erstmalig ausprobiertes Mittel ist, Streiks zu vermeiden.
ver.di hat seit je her argumentiert, dass die Privatisierung der Gesundheitsversorgung viele Risiken birgt: nicht nur für die aktuell 1000 von einer Kündigung betroffenen Beschäftigten, die zum Teil arbeitslos werden oder zu schlechteren Bedingungen in einem extra zu diesem Zweck neu gegründeten Tochterunternehmen von Fresenius weiterbeschäftigt werden sollten, sondern auch für die Patienten: Fresenius ist hingegangen und hat einzelne Krankenkassen und die Rentenversicherung, die Patienten in die Klinik schicken, mit der Begründung, ver.di verhindere mit dem Streik die adäquate Versorgung dieser Patienten, gebeten, vorübergehend niemanden zu schicken. Folglich standen viele Betten in den Kliniken leer und die Patienten, die eine Behandlung benötigten, konnten nicht aufgenommen werden. Nicht nur ver.di, sondern auch Christian Zahn, Verwaltungsratschef des GKV-Spitzenverbandes, sieht darin laut Flensburger Tageblatt ein illegitimes Vorgehen des Krankenhauskonzerns.
Inzwischen fanden an bundesweit vielen Standorten von Fresenius-Kliniken Mahnwachen und Solidaritätsaktionen für die gekündigten Kolleginnen und Kollegen statt. ver.di hat aufgerufen, sich an diesen zu beteiligen sowie eigene Aktionen zu planen und durchzuführen. Es gab eine Großdemonstration in Kiel mit mehreren tausend Kolleginnen und Kollegen, anlässlich derer auch der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske gesprochen hat. Auch wir, die Vertrauensleute des Uniklinikum, haben eine Solidaritätsbotschaft geschickt.
Selbstverständlich unterstützte ver.di die von einer Kündigung betroffenen Kolleginnen und Kollegen mit Rechtsschutz und hat eigens eine Unterlassungsklage gegen den Fresenius-Konzern eingereicht. Eins ist klar: Dieses barbarische Beispiel einer Tarifauseinandersetzung darf sich nicht wiederholen!
Aber manchmal kommt es bekanntlich anders als man denkt: Nachdem die Übernahme der Rhön-Kliniken durch Fresenius gescheitert ist, ist Fresenius anscheinend (zumindest vorübergehend) auf den „Pfad der Tugend“ zurückgekehrt und hat sich mit ver.di auf einen Tarifabschluss geeinigt. Die angedrohten Kündigungen, die angebliche Nicht-Gewährleistung der Patientenversorgung und der Streik sind damit vom Tisch.

Als Fazit bleibt: Eine derartig harte Tarifauseinandersetzung unter Missachtung gesetzlicher Vorschriften darf sich nicht wiederholen. Hätte Fresenius die Rhön-Kliniken übernommen, wäre das Unternehmen der größte private Krankenhauskonzern in Deutschland geworden. Umso schwerer wiegt die illegitime Vorgehensweise von Fresenius: der Versuch der Aushebelung der gewerkschaftlichen Streikrechte in der Tarifrunde und der somit schwere Eingriff in die Tarifautonomie.

Ich sag JA zu meiner Gesundheit!

Die Arbeitssituation vieler Kolleginnen und Kollegen ist belastend. In der Pflege ist die Leistungskapazität bis zur Grenze ausgeschöpft. Weitere Leistungssteigerungen sind ohne Personalaufstockung mit Sicherheit nicht mehr gesundheitsgerecht durchführbar.

Ursache hierfür ist die kontinuierliche Arbeitsverdichtung durch verkürzte Liegezeiten und die Ausgliederung weniger pflegeintensiver Patienten in die Polikliniken. Konkret bedeutet dies, dass immer kränkere Patienten in immer kürzerer Zeit und mit immer aufwändiger werdenden Verfahren diagnostiziert und therapiert werden.
Zusätzlich hat man seitens des Vorstands neue Einsparungen vorgesehen. So wird auf den Einsatz von Aushilfskräften immer mehr verzichtet, ohne die notwendigen Stellen nachzubesetzen. Und dies vor dem Hintergrund Tausender von Überstunden im Klinikum. Das ist kurzsichtig und kann auf Dauer ohne krankheitsbedingte Ausfälle nicht gut gehen.

In diesen Strudel zunehmenden Arbeitsdrucks werden nahezu alle Berufsgruppen hineingezogen.

ReinigerInnen, die Transportdienste, ArzthelferInnen, Team- und ServiceassistentInnen, MTLAs, MTRAs, Pfortendienste, Funktionsdienste und Geländegänger. Dabei ist die Liste sicher nicht vollständig.

Der ver.di-Personalrat hat deshalb Initiativen ergriffen, Anträge gestellt und die Aufsichtsbehörde eingeschaltet.
So fordern wir unter anderem ausreichend Spinde, Umkleide- und Pausenräume, die ihren Namen verdienen, ein Verbot von Alleindiensten, die Abschaffung der gängigen Praxis, in anderen Bereichen aushelfen zu müssen und vor allem Neueinstellungen!

Wir denken aber noch weiter. So wollen wir die Wiedereinführung von Altersteilzeitmodellen, die ein früheres Ausscheiden aus dem Beruf möglich machen. Weil ver.di weiß, dass der beste Gesundheitsschutz immer noch die Vermeidung belastender und krank machender Arbeit ist.

Ein gestärkter ver.di-Personalrat hilft auch hier. Weil er seinen Einfluss über die Grenzen des Personalrats hinaus in die Gremien der Gewerkschaft entfalten kann.

Um unsere Ideen und Forderungen in diesem Sinne durchsetzen zu können, bitten wir daher um Unterstützung: Mach am 23. und 24. Mai von Deinem Wahlrecht Gebrauch und gib den ver.di-Kolleginnen und -Kollegen Deine Stimme!

ver.di – Liste 1!

PSG wird abgewickelt – Alle kommen zum Uniklinikum

Heute informierte der Vorstand des Uniklinikum Essen die KollegInnen über den gestrigen Beschluss des Aufsichtsrates.

Nach fünf Jahren wird die hauseigene Leiharbeitsgesellschaft (PSG) zum 30.06.2010 aufgelöst, alle Kollegen der PSG werden in das Uniklinikum übernommen.

Wir danken allen KollegInnen die sich in den letzten fünf Jahren an Protesten und Aktionen gegen die PSG beteiligt haben!