ver.di-Liste gewinnt die Personalratswahl am Uniklinikum Essen

Bei der Personalratswahl der nichtwissenschaftlichen Beschäftigten am Universitätsklinikum Essen gewinnt unsere Liste die Wahl.

Mit 1101 Stimmen und daraus resultierenden 16 Sitzen (von 21) hat die ver.di Liste am Uniklinkum Essen die Personalratswahl 2012 abgeschlossen!

Danke an alle UnterstützerInnen!

ver.di Infomail | Personalratswahl 2012 | Wahl Info 1

Am 23. und 24. Mai 2012 findet die Personalratswahl statt. Für die nächsten vier Jahre könnt Ihr die 21 Vertreterinnen und Vertreter wählen, die Eure Anliegen gegenüber dem Uniklinikum vertreten.

Wir ver.di-Kandidatinnen und -Kandidaten sind der Meinung, dass diese Interessenvertretung in den letzten Jahren immer wichtiger geworden ist.

Wie sieht der Arbeitsalltag inzwischen aus? Die Arbeitshetze und der Arbeitsdruck reichen bis an die maximale Belastungsgrenze. Und oftmals geben einzelne Kolleginnen und Kollegen diesen Druck nicht an diejenigen zurück, die ihn uns aufbürden, sondern vor lauter Not an wiederum andere Kolleginnen und Kollegen im Arbeitsumfeld, die gar nichts für die Situation können. Mobbing-ähnliche Situationen entstehen. Kolleginnen mit Kindern, die in Teilzeit arbeiten, werden unter Druck gesetzt, doch einzuspringen oder Überstunden zu leisten. Lehnen sie das ab, weil sie dann die Kinderversorgung nicht organisiert bekommen, schlagen ihnen oftmals Unverständnis und Vorwürfe entgegen.

Eine andere Seite der Medaille sind nach wie vor die befristeten Arbeitsverträge. Die Erpressbarkeit einerseits und andererseits der Druck, sich besonders gut in dieser speziellen Form der verlängerten Probezeit zu präsentieren, ist für viele eine tagtägliche Belastung. Niemals hinsichtlich der Planung der eigenen Zukunft zur Ruhe zu kommen, teilweise über zehn Jahre immer wieder Verträge von drei Monaten bis zu zwei Jahren zu bekommen (oder eben auch nicht), kann Menschen mürbe machen.

Das Wort Wertschätzung ist inzwischen in aller Munde. Vorgesetzte gebrauchen es, bei denen offensichtlich ist, dass sie das in einem Handbuch gelesen haben, in der Realität aber darüber lachen. Ist es zu viel verlangt, für die Überstunden, die Arbeitsbelastung und die Arbeitshetze, denen wir ausgesetzt sind, „Wertschätzung“ zu erfahren? Mehr Wertschätzung als das Geld am Ende des Monats auf dem Konto? Unser Eindruck ist, dass ein Großteil der Beschäftigten das schon gar nicht mehr erwartet, weil wir viele, viele Jahre lang eben so genau nicht behandelt worden sind. Aber wenn wir Wertschätzung von einer Klinikleitung, die das Uniklinikum führt wie einen Wirtschaftsbetrieb, schon lange nicht mehr erwarten, dann erwarten wir wenigstens, dass unsere ArbeitnehmerInnenrechte gewahrt bleiben. Keine Überschreitung der Höchstarbeitszeiten; keine Überstunden, die ich nicht leisten will oder kann; die richtige Eingruppierung für das, was ich tue; Urlaub am Stück, wenn ich es will; jemanden an meiner Seite, wenn ich zu Gesprächen mit meinem Vorgesetzten muss, …

Das ist das Mindeste. Aber um selbst das Mindeste durchzusetzen, brauchst Du eine starke Interessenvertretung an Deiner Seite. Das sind die ver.di-Vertreterinnen und- Vertreter im Personalrat.
Sie waren in den letzten Jahren immer zur Stelle, wenn es darum ging, unsere Rechte im Uniklinikum zu sichern.

Deshalb auch für die nächste Amtszeit: ver.di – Liste 1!